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Nachhaltiges Wirtschaften

Nachhaltiges Wirtschaften

Das aktuelle Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, in dem wir leben und arbeiten führt zu einer Ausbeutung der Natur und des Menschen. Die Ausrichtung der Wirtschaft auf immer mehr Wachstum trägt einen bedeutenden Teil zum Klimawandel und sozialen Ungerechtigkeiten weltweit bei. Nachhaltiges Wirtschaften hat zum Ziel, die Erde auch für künftige Generationen lebensfähig zu erhalten. Es strebt eine sowohl sozial und ökologisch verantwortliche als auch wirtschaftlich erfolgreiche Art des Wirtschaftens an. Dazu gehören die Schaffung guter Arbeitsbedingungen, fairer Löhne, die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen und die Vermeidung von umwelt- oder gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen. Die im folgenden vorgestellten Initiativen bieten Beispiele für eine Umsetzung nachhaltigen Wirtschaftens auf regionaler Ebene. Durch kreative Lösungen zeigen sie Wege auf in eine zukunftsfähige Wirtschaft.

Genossenschaften

Menschen können sich in einer Genossenschaft zusammenschließen mit dem Zweck, den Erwerb oder die Wirtschaft ihrer Mitglieder oder deren soziale oder kulturelle Belange mit einem gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern.

ReWiGs (Regionale Wirtschaftsgemeinschaften)

Die regionale Wirtschaftsgemeinschaft ist ein Konzept für ein Wirtschaften, das Kooperation und Mitverantwortung in den Vordergrund stellt. Es erfolgt u.a. die Finanzierung und Vernetzung von Unternehmen einer Region, die ihren Betrieb auf eine zukunftsfähige und damit ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltige Wirtschaftsweise ausrichten wollen. Dabei wird auch auf eine eigene Tauschwährung gesetzt.

Regionalwährungen

Regionalwährungen verstärken regionale Wirtschaftskreisläufe, indem sie den Euro regionalisieren oder durch regionale Komplementärwährungen ersetzen. Ziel ist es u.a. damit die regionale Wirtschaft zu fördern und zu stabilisieren.

 

Regionalwert AGs

Regionalwert AGs möchten zu unternehmerischem ökologischem Handeln mit regionalem Bezug anregen - ein plurales Wirtschaftsverständnis in lokaler Überschaubarkeit. Die Zielmarke ist die wirtschaftlich profitable Ernährungssouveränität der Bevölkerung in überschaubaren regionalen Wirtschaftsräumen.

Gemeinwohlökonomie-Gruppen

Als Gemeinwohl-Ökonomie werden verschiedene Konzepte und alternative Wirtschaftsmodelle bezeichnet, die eine Orientierung der Wirtschaft am Gemeinwohl, Kooperation und Gemeinwesen in den Vordergrund stellen. Unsere Initiativen treiben das Thema vor Ort voran.

DIVEST-Gruppen

Divestment meint das Gegenteil von Investment. Speziell geht es beim "divesten" darum, Investitionen oder Anlagen aus nicht-nachhaltigen Bereichen zurückzuziehen, z. B. von Sektoren mit Kinderarbeit, der Rüstungsindustrie oder Unternehmen fossiler Brennstoffe. DIVEST-Gruppen unterstützen und setzen sich dafür ein, dass z. B. Kommunen aber auch Hochschulen ihre Investments und Anlagen überdenken und nachhaltiger ausrichten.

Kommunalunternehmen

Kommunale Unternehmen wie Abfallentsorgungsbetriebe können nachhaltiges Handeln in der Kommune unterstützen. Unsere Projeketbeispiele machen nicht nur Abfallentsorgung sondern leisten z. B. mit Geschirrmobil und Gebrauchtwarenkaufhäusern einen aktiven Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaften.

Weltläden

Weltläden verkaufen nicht nur vielfältige, fair gehandelte Produkte sondern möchten auch eine Vision von einer gerechteren Welt weitergeben und zum Mitmachen einladen.

Weiterführende Informationen

  • Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit in Baden Württemberg arbeitete daran das Wissen und die Erfahrungen engagierter Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit zu bündeln. Mit der WIN Charta soll nachhaltiges Wirtschaften von Unternehmen gewürdigt und für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden.

  • Die Homepage des Fachverbandes Regiogeld erklärt übersichtlich, worum es sich bei Regionalwährungen handelt, wie sie funktionieren und bietet eine Übersichtskarte der Regionalgeldstellen in Deutschland.

  • Die Gemeinwohl-Ökonomie ist eine Bewegung, die Wirtschaft gemeinsam von unten gestalten und organisieren will. Die Gemeinwohl-Ökonomie etabliert ein ethisches Wirtschaftsmodell, bei dem das Wohl von Menschen und Umwelt zum obersten Ziel des Wirtschaftens wird. Die Homepage informiert über konkrete Ansätze der Bewegung in den Bereichen Bildung, Politik und Wirtschaft. 

  • Der Weltladen-Dachverband vertritt als eingetragener Verein die Interessen der Weltläden und Aktionsgruppen für fairen Handel in Deutschland. Ziele sind, den fairen Handel bekannter zu machen und ein klares und schlüssiges Bild von Weltläden in der Öffentlichkeit zu schaffen.