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Projektinfos

  • Projektstandort

    Bamberg in Bayern

  • Hintergrund

    Das Bambecher-System stellt eine Mehrweg-Alternative zu den großen Mengen an Einwegmüll dar, der durch Getränke „to go“ anfällt.

  • Detaillierte Beschreibung

    Allein in Bamberg werden im Jahr in etwa 2,5 Millionen Einwegbecher verkauft und landen unmittelbar danach wieder im Müll, oder noch schlimmer, daneben. Neben der direkten Umweltverschmutzung verbraucht die Produktion der kunststoffbeschichteten Becher neben Erdöl, Holz und Wasser auch eine große Menge an Energie. Weiterhin stellt der Einwegbecher das Symbol der immer weiter zunehmenden Hektik unserer Gesellschaft dar, da vielen Menschen einfach die Zeit dazu fehlt, ihr bevorzugtes (Heiß-)Getränk entspannt im Café zu trinken und somit zusätzlich die Umwelt zu schonen. Mehrwegbecher für unterwegs bieten deshalb eine nachhaltige Alternative, wenn es eben doch einmal schnell gehen muss. Gastronomien, die regelmäßig Getränke zum Mitnehmen verkaufen, können die Mehrwegbecher für je 7€ (inkl. Deckel und 2 Pfandmarken) erwerben. Die Becher können dann zweimal für 4€ als Pfandbecher verkauft werden. (Eventuell wird ab einem noch unbestimmten Zeitpunkt eine einmalige Startgebühr von 10€ erhoben, um die Kosten für Schaufensteraufkleber und Tresen-Aufsteller zu decken.) Für Kunden*innen funktioniert das Prinzip so, dass für einmalig 4€ ein Bambecher erworben werden kann, welcher dann zeitnah gegen eine Pfandmarke eingetauscht wird. Diese Pfandmarke kann dann wiederum beim nächsten Becher-Bedarf erneut gegen einen Bambecher eingetauscht werden.

  • Zeitlicher Rahmen

    Start des Projekts: Sommer 2018

  • Akteure & Steuerung

    Geschäftsführender Partner: Stadtmarketing Bamberg (https://mybamberg.de/)

    Bambecher ist ein Gemeinschaftsprojekt von ChANGE-Chancen.Nachhaltig.Gesalten e.V. (https://chancengestalten.de/), Grünes Bamberg (http://www.gruenes-bamberg.de) und weiteren Ehrenamtlichen.

  • Kosten & Unterstützungs­möglichkeiten

    Bei der langfristigen Finanzierung der Bambecher wäre eine Kooperation mit der Kommune sehr hilfreich. Desweiteren könnte die Nutzung von Einwegbechern durch eine Abgabe weniger attraktiv gemacht werden.

  • Fördermittel & Sponsoring

    Crowdfunding als Startfinanzierung.

Erfahrungen

  • Was lief gut? Was sind die Erfolgsfaktoren?

    Eine vertrauensvolle Kooperation mit den Gastronomien ist uns sehr wichtig. So werden etweilige Änderungen am System von allen Gastronomien basisdemokratisch beschlossen und in regelmäßigen Abständen Umfragen durchgeführt. Ebenso ist die Qualität der Becher sehr gut und übersteigt bei weiten die angestrebte Lebensdauer von 500 Spülzyklen.

  • Was lief weniger gut? Was sind Hindernisse?

    Die Finanzierung der Becher ist für die beteiligten Gastronomie mit 7€ pro Becher und zwei Pfandmarken sehr teuer. Der Becher Pool mit ca. 1200 Bechern ist aktuell zu gering, um die Funktionsfähigkeit langfristig zu gewährleisten.

  • Was am Projekt / Vorhaben ist "Next Practice"?

    Die Initiative Bambecher hat sich zum Ziel gesetzt, die für die Umwelt schädliche Wegwerfmentalität anzugehen, indem sie ressourcensparende und müllvermeidende Mehrwegbecher anbieten.

  • Übertragbarkeit

    Beliebig ausweitbar und übertragbar.

Weiterführende Informationen

  • Refill Deutschland ist ein Netzwerk aus Refill Stationen wie Cafés, Bars, Arztpraxen, Steuerberatungen, Krankenkassen, Rathäusern und Gebäuden mit festen Öffnungszeiten, die sich mit dem Refill Logo zu einer kostenfreien Befüllung eines mitgebrachten Gefäßes mit Leitungswasser bereiterklären. Neue Stellen können sich hier registrieren.

    refill-deutschland.de
  • Die Homepage „Netzwerk Unverpackt“ bietet einen Überblick über verschiedene unverpackt Läden in Deutschland. Darüber hinaus stellt die Internetseite Informationen über die Idee eines Unverpackt-Ladens bereit und verweist auf themenbezogene Veranstaltungen.

    www.netzwerk-unverpackt.de
  • Das Netzwerk Reparatur-Initiativen informiert über bestehende Initiativen, bietet eine Übersicht über anstehende Veranstaltung und unterstützt Interessierte Gruppen bei der Neugründung von Reparatur Initiativen.

    www.reparatur-initiativen.de
  • Der Verbund offener Werkstätten führt eine Liste über bestehende offene Werkstätten, informiert über die Idee hinter der offenen Werkstatt und bietet einen Überblick zu themenbezogenen Publikationen. Außerdem informiert der Verein über Versicherungen für Mitarbeitende der offenen Werkstätten

    www.offene-werkstaetten.org