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Projektinfos

  • Projektstandort

    Freiburg in Baden-Württemberg

  • Hintergrund

    „Was brauchen die Ehrenamtlichen?“ Engagierte unterstützen Engagement.

    Die Ziele: Nachhaltige Entwicklung, deshalb starke Zivilgesellschaft, deshalb systematische Engagementförderung.

    Der Verein unterstützt bürgerschaftliches Engagement in Freiburg und Umgebung mit aktuell folgenden Schwerpunkten: Räume, Fortbildungen, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung, Projektefonds (kleine Zuschüsse), Tipps & Materialien.

  • Detaillierte Beschreibung

    1997: Engagierte verschiedener Vereine setzen sich zusammen, um mehr Engagementförderung zu erreichen, Kooperation Ev. Hochschule, Stadt Freiburg. Teil des Agenda 21-Prozesses. Umfangreiches Konzept. 2000: Eröffnung des Treffpunkt, begrenzte Ressourcen, Konzept nur in Bruchstücken umsetzbar.

    2004: neuer Trägerverein, Ausbau der Unterstützungsangebote.

    2007: neuer Standort, Bürogemeinschaft mit anderen Einrichtungen der Engagementförderung, etwas mehr Fläche, mehr NutzerInnen, mehr Angebote. Gleichzeitig Einschränkungen des konzeptionellen Spielraums.

    2014: Umzug zum dritten Standort, Spielraum immer noch recht begrenzt, deshalb Start Kampagne „Haus des Engagements“ (HDE) mit dem Ziel optimaler Engagementförderung, wirtschaftlicher Eigenständigkeit.

    2016/2017: Kaufangebot/ Kampagne mobilisiert viel Unterstützer, auch wenn der Kauf nicht zustande kam.

    2019: „Prototyp“ des HDE auf einer Etage, engagierte Vereine/ Unternehmen/ KünstlerInnen unter einem Dach

  • Zeitlicher Rahmen

    Siehe Detaillierte Beschreibung.

  • Akteure & Steuerung
    • Ausgangspunkt ist ein zivilgesellschaftliches Netzwerk, das über die Meilensteine allmählich anwuchs
    • Kooperation mit diversen städtischen Stellen sehr positiv und wird ausgebaut, andere schränken Spielraum ein
    • Über Jahre eng verbunden mit dem städtischen Agenda 21-Prozeß (Nachhaltigkeitsprozess)
    • Beitrag der Ev. Hochschule bei Gründung sehr positiv
    • Auf Landesebene Kontakt zu Nachhaltigkeitsbüro und Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
    • Über die Jahre zunehmend zivilgesellschaftliche Organisationen dabei, aber Grenzen von Engagementmilieus spürbar
    • Mit dem Haus des Engagements zunehmend jüngere Engagierte dabei
  • Fördermittel & Sponsoring
    • Grundfinanzierung durch die Stadt und das Land
    • Projektbezogen weitere Zuschüsse/ Sponsorenbeiträge
    • Nach wie vor werden mindestens die von den Gründer*innen angepeilten 200% benötigt. Eine entsprechende Grundfinanzierung wird weiterhin gesucht

Erfahrungen

  • Was lief gut? Was sind die Erfolgsfaktoren?
    • Zunehmende Einbindung von Vereinen/ Gruppen, wissenschaftlicher Hintergrund
    • Unterstützung durch Stadt & Land, einzelne weitere Zuschüsse eingeworben
    • Spannender Ansatz mit dem Nachhaltigkeitsnetzwerk Freiburg im Wandel (FIW)
    • konsequente Orientierung am Unterstützungsbedarf der Engagierten produzierte zahlreiche Projektideen
    • Formulierung eines umfassenden HDE-Konzepts, das diversen Akteuren Nutzen bringt und jüngere Leute anspricht
    • Einbeziehung von Unternehmen und Kulturschaffenden
  • Was lief weniger gut? Was sind Hindernisse?
    • Finanzen waren immer zu knapp, ursprünglich zugesagte städtische Unterstützung (200%- Stelle) wurde bei der Gründung reduziert (auf 50%-Stelle). Das Problem ist bis heute nicht gelöst.
    • Nachhaltigkeitsnetzwerk FIW mangels Koordinationsstelle nicht aufrechterhalten
    • Deutliche fachliche Unterschiede zu anderen Engagementförderern in der Bürogemeinschaft; Zusammenziehen hätte vorher ernsthaft geprüft werden müssen
    • Generationswechsel, manche Erfahrungen der Gründergeneration gingen verloren
  • Übertragbarkeit
    • Kommunen sollten akzeptieren, dass Zivilgesellschaft anders „tickt“, eher egalitär orientiert ist
    • Systematische Engagementförderung, die in erster Linie vom Unterstützungsbedarf der Engagierten ausgeht
    • Ausreichende Grundfinanzierung
    • Zivilgesellschaft sollte stärker zusammenarbeiten, auch über Engagementbereiche hinweg; Grenzen von Engagementmilieus/ Filterblasen überwinden
    • Zivilgesellschaft sollte stärker dazulernen, sich weiter professionalisieren, und auch persönliches Wachstum, Teamentwicklung & Organisationsentwicklung als Erfolgsfaktoren des Engagements sehen
    • Zivilgesellschaft sollte („welfare mix“) Kooperationen mit Staat und Wirtschaft anstreben, die auf Augenhöhe laufen und die Eigenheiten der Bereiche respektieren, aber ein gegenseitiges Lernen begünstigen

Weiterführende Informationen

  • „Die Karte von Morgen“ stellt online auf einer interaktiven Karte Projekte, Initiativen und Unternehmen vor, die den aktuellen sozialen, ökologischen und ökonomischen Verhältnissen Alternativen entgegensetzen. Die Karte vernetzt bestehende Initiativen und Gruppen. Nach dem Wiki-Prinzip können sich weitere Gruppen, Initiativen und Unternehmen selbständig in die Karte eintragen, so wirken viele Akteure an der Ausweitung des Projekts mit.

    kartevonmorgen.org
  • Die Initiative „Allianz für Beteiligung e.V.“ ist ein Netzwerk für Baden-Württemberg, dass sich für die Stärkung von Zivilgesellschaft und Bürger*innenbeteiligung einsetzt. Die Allianz entwickelt Maßnahmen, um die Beteiligung von Bürger*innen in Baden-Württemberg nachhaltig zu verankern. Die Arbeit des Netzwerks umfasst Bildungsangebote, Veranstaltungen und Förderprogramme zum Thema Bürger*innenbeteiligung.

    allianz-fuer-beteiligung.de
  • Die Homepage des LBE (Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern) stellt Literatur und Studien zu verschiedenen Aspekten des Bürger-schaftlichen Engagement bereit.

    www.lbe.bayern.de
  • Die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategie Süd (RENN.süd) stellen auf ihrer Homepage ein breites Angebot an Informationsmaterialien zur Verfügung. Diese reichen von unterschiedlichen Themen wie dem fairen Fußball, bis hin zu Hinweisen zur Durchführung nachhaltiger Veranstaltungen.

    www.renn-netzwerk.de