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Giengen a.d. Brenz

Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement

Logo der Anlaufstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Giengen
5. Tag der E-Mobilität Giengen 2019: Die Aktion der Agendagruppe Energie- und Klimaschutz fand am 3. Oktober 2019 statt, begleitend zu einer Herbsthock und dem verkaufsoffenen Feiertag. Beteiligt waren mehrere lokale Autohäuser, Fahrradfachgeschäfte und Energieversorger, der ADFC und die Hochschule Aalen, außerdem der Verein Solar mobil Heidenheim e.V. als Mitorganisator. Das Foto zeigt nur einen Teil der Aktion.

Inhalt

Projektinfos

  • Projektstandort

    Giengen a.d. Brenz in Baden-Württemberg

  • Hintergrund

    Aktuell werden ca. 80 - 100 Personen in sieben A21-Gruppen und etlichen weiteren ehrenamtliche Gruppen betreut. Die Anlaufstelle berät und unterstützt Gruppen und Einzelpersonen, die sich mit der Bewältigung von nicht-Pflichtaufgaben der Kommune beschäftigen bspw. bei der Umsetzung von Projekten, der Koordination von Arbeitsgruppen.

  • Detaillierte Beschreibung

    Der GR Beschluss zur lokalen Agenda 21 fiel am 30.9.1999 auf Initiative des ehrenamtlichen Arbeitskreises Stadtmarketing Giengen. Ein ca. zweieinhalbjähriger, theoretischer, fremdmoderierter Agendaprozess schloss sich an. In diesem Rahmen wurde 2001 das Agendabüro gegründet, seit ca. 2006 in Anlaufstelle BE umbenannt, da mehr und mehr auch Bürgerschaftliche Gruppen außerhalb der Agenda21 unterstützt werden sollten. Organisationsform: 50%-Stelle bei der Stadtverwaltung Giengen als zentraler Ansprechpartner für bürgerschaftliche engagierte Gruppen. Ziele: Förderung und Unterstützung einer aktiven Bürgerschaft, Hilfe bei der Bewältigung von nicht-Pflichtaufgaben der Kommune, Stärkung der weichen Standortfaktoren. Aufgaben: Projekte (selber oder zusammen mit Ehrenamtlichen) initiieren, entwickeln, steuern, weiterentwickeln und begleiten, Unterstützung und Koordination von bestehenden Arbeitsgruppen, Schnittstelle für ehrenamtlich Tätige zu Fachämtern und Einrichtungen, Lokale, regionale und überregionale Netzwerkarbeit, Konzeption, Planung, Organisation und Durchführung öffentlicher Veranstaltungen, Finanzielle Unterstützung , Unterstützung bei der Werbung und Verwaltung von Spenden, Eruierung, Bewerbung und Abwicklung von Förderprogrammen, Entwicklung, Förderung und Umsetzung angemessener Formen der Anerkennungskultur, Moderation von Arbeitsgruppen, Workshops, Sitzungen des Sprecherrates etc., Entwicklung von normativen, strategischen und operativen Leitbildern und Handlungsentwürfen, Planung, Organisation und Durchführung von Schulungen für Ehrenamtliche, Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle für (neue) Freiwillige, Entwurf von Richtlinien und/oder Satzungen zu einschlägigen Themen.

  • Zeitlicher Rahmen

    Die Anlaufstelle BE existiert in Giengen seit 2001. Seit 2002 sind Arbeitsgruppen der Agenda 21 aktiv - einige davon von Beginn an.

  • Akteure & Steuerung

    Stadtverwaltung Giengen mit den Eigenbetrieben Stadtwerke und Gebäudemanagement, Gemeinderat der Stadt Giengen, ehrenamtlich tätige Agendagruppen, Einhornenergie und EnBW/odr, die sich sowohl als praktische Unterstützer aber bei Bedarf auch als Geldgeber engagieren, Viele örtliche Vereine (z.B.: Naturfreunde, LBfV, NABU, Albverein, etc.), die Aktionen oft tatkräftig unterstützen, Institutionen (z.B. AWO, FFW, DRK, THW, Kirchen etc.), die je nach Anlass als Teilnehmer und Unterstützer auftreten, Netzwerke: Gemeinde-, Städte- und Landesnetzwerk BE.

  • Kosten & Unterstützungs­möglichkeiten

    Städt. Haushalt: 6 - 10.000 €/Jahr; aktuell 8.500 €. Unterstützung bei der Werbung und Verwaltung von Spenden.

  • Fördermittel & Sponsoring

    Förderprogramme vom Land, Stiftungen, etc.

Erfahrungen

  • Was lief gut? Was sind die Erfolgsfaktoren?

    Kontinuierliche Förderung, Finanzielle Unterstützung, Zentraler Ansprechpartner, Aufbau einer gegenseitigen Vertrauensbasis (Verwaltung/BE), Kontinuierliche Unterstützung und Beteiligung des GR, Anerkennung und positive Rückmeldungen in die Arbeitsgruppen, Situationsangepasste Kombination aus Bottom-up und Top-down Aktivitäten, Von Verwaltungsseite Verinnerlichung der Maxime: „Ehrenamtliche MÜSSEN gar nichts“. Spaßfaktor und/oder persönliche Betroffenheit als zentrale Voraussetzung für Engagement, Jede Gruppe braucht ein Zugpferd, Sprecherrat aus den Sprechern/Vertretern der aktiven A21- und BE-Gruppen, Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Internet, persönliche, projektbezogene Ansprache, Veranstaltungen, Plakate, Flyer, Präsentationen, Anerkennungskultur). Weitere Erfolgsfaktoren, die gut zu haben wären: Rückhalt der Verwaltungsspitze, Organisatorische Ansiedlung in übergeordnetem Bereich wie z.B. OB-Büro, Stabstelle etc., niederschwellig zugänglicher Treffpunkt (städt. Räumlichkeit), Förderung von Engagement bereits bei Jugendlichen z.B. durch spezielle Beteiligungsmöglichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit (soziale Medien, WhastApp-Gruppen, Aktionen von/mit Jugendlichen).

  • Was lief weniger gut? Was sind Hindernisse?

    Haushaltssicherung / unsichere Finanzierung: Beides hätte in den für die Kommune schwierigen Jahren zu einem ernsten Problem insbesondere für die finanziell von der Stadt abhängigen Agendagruppen werden können. Aber sowohl haben die Gruppen großes Durchhaltevermögen bewiesen, wie auch hat die Kommune große Anstrengungen erbracht um eine finanzielle Unterstützung auch während der Jahre der Haushaltssicherung aufrecht zu erhalten. Politische Schwerpunkte / häufige Wechsel: Durch OB/Bgm-Wahlen ändern sich im Extremfall alle acht Jahre die politischen Schwerpunkte, wodurch das Thema BE sehr unterschiedliche Förderung bzw. Wertschätzung erfahren kann. Organisationsstruktur: Das ursprünglich bei der Hauptamtsleitung bzw. der Stabstelle OB angesiedelte „Agendabüro“ verlor intern deutlich an Akzeptanz und Unterstützung seitens anderer Ämter, seit das Thema in wechselnden Fachämtern angesiedelt ist. Nachwuchssorgen in den Gruppen. Mindestens drei Gruppen, mussten deswegen ihre Arbeit einstellen. Gemeinsame, gezielte Öffentlichkeitsarbeit kann helfen. Lenkungsgruppe - die aktiven Gruppen fühlten sich von den anderen, nicht direkt im BE aktiven Mitgliedern der Lenkungsgruppe gegängelt und kritisiert, was zu vielen größeren und kleineren Reibereien führte. Die Einstellung der Lenkungsgruppe und ihr Ersatz durch den Sprecherrat wirkte sich positiv aus.

  • Was am Projekt / Vorhaben ist "Next Practice"?

    Förderung und Unterstützung für bürgerschaftliches Engagement

  • Übertragbarkeit

    Im Grunde ist eine Anlaufstelle in jeder Kommune möglich. Eine möglichst nicht zu häufig wechselnde, zentrale Ansprechperson ist ein ganz wesentlicher Faktor bei der Förderung von BE. Damit kann sogar eine fehlende, finanzielle Unterstützung über den kommunalen Haushalt überbrückt werden, wenn dafür das Einwerben von Spenden und die Vermittlung von Förderprogrammen aktiv betrieben werden. Ein zentraler Treffpunkt d.h. Räumlichkeiten, in denen Ehrenamtliche immer wieder zusammen kommen können und die an das Büro der zentralen Ansprechperson angeschlossen sind, können den Unterschied machen. Die interne Organisationsform ist tatsächlich ausschlaggebend. Mehr geht immer - auch eine kontinuierlich vorhandene 50%-Stelle kann bei weitem nicht alles abdecken was möglich wäre, um das BE in einer 20.000 Einwohner Kommune optimal zu fördern. Wichtiger als mehr Zeit auf gleicher Einstellungsebene wäre z.B. eine zweite Person, die zuarbeiten kann.

Kontakt

Stadt Giengen an der Brenz

Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement

Andrea Schindler

Marktstraße 9
89537 Giengen an der Brenz


Telefon: 07322-952-2490 E-Mail: andrea.schindler@giengen.deWebsite: https://www.giengen.de/de/Stadt-Buerger/Unsere-Stadt/Buergerschaftliches-Engagement

Weiterführende Informationen

  • An einem Feuchtbiotop begleitend zur Brenz betreut die Agendagruppe Umwelt- und Biotope eine von ihr geplante, hölzerne Vogel-Beobachtungs- und Informationsplattform, die eine der Anlaufstationen im Rahmen des Brenz-Erlebnistages 2017 war.
  • „Die Karte von Morgen“ stellt online auf einer interaktiven Karte Projekte, Initiativen und Unternehmen vor, die den aktuellen sozialen, ökologischen und ökonomischen Verhältnissen Alternativen entgegensetzen. Die Karte vernetzt bestehende Initiativen und Gruppen. Nach dem Wiki-Prinzip können sich weitere Gruppen, Initiativen und Unternehmen selbständig in die Karte eintragen, so wirken viele Akteure an der Ausweitung des Projekts mit.

    kartevonmorgen.org
    Das Logo zeigt mehrere bunte tropfenförmige Punkte neben schwarzer Schrift "von morgen - Alles Gute auf einer Karte"
  • Die Initiative „Allianz für Beteiligung e.V.“ ist ein Netzwerk für Baden-Württemberg, dass sich für die Stärkung von Zivilgesellschaft und Bürger*innenbeteiligung einsetzt. Die Allianz entwickelt Maßnahmen, um die Beteiligung von Bürger*innen in Baden-Württemberg nachhaltig zu verankern. Die Arbeit des Netzwerks umfasst Bildungsangebote, Veranstaltungen und Förderprogramme zum Thema Bürger*innenbeteiligung.

    allianz-fuer-beteiligung.de
    Das Logo zeigt viele Punkte in den Farben blau, grün und lila, die die Umrisse des Bundeslandes Baden-Württemberg füllen. Darunter der Schriftzug "Allianz für Beteiligung"
  • Die Homepage des LBE (Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern) stellt Literatur und Studien zu verschiedenen Aspekten des Bürger-schaftlichen Engagement bereit.

    www.lbe.bayern.de
    Das Logo zeigt viele unterschiedlich blaue Quadrate über dem Schriftzug "LBE Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern"
  • Die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategie Süd (RENN.süd) stellen auf ihrer Homepage ein breites Angebot an Informationsmaterialien zur Verfügung. Diese reichen von unterschiedlichen Themen wie dem fairen Fußball, bis hin zu Hinweisen zur Durchführung nachhaltiger Veranstaltungen.

    www.renn-netzwerk.de
    Das Logo zeigt ein großes blaues N mit einem blau-orangenen Kreis drumherum